PSINet steckt in Schwierigkeiten

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Der amerikanische Internet Service Provider PSINet ist unter Druck. So ist der Kurs nach Bekanngabe der Geschäftszahlen fürs dritte Quartal markant eingebrochen. Derzeit notiert der Kurs knapp über 2 Dollar. Im März brachte es die PSINet-Aktie noch auf 60 Dollar. Grund für den Taucher ist die schlechte Geschäftsentwicklung des Backbone- und Business-Providers. Zwar konnte PSINet in den vergangenen neun Monaten den Umsatz von 369,3 Millionen Dollar auf 843,2 Millionen Dollar erhöhen. Gleichzeitig schwoll aber auch der Verlust von 210,4 Millionen Dollar auf über 1 Milliarde Dollar an. Das schlechte Resultat könnte den Präsidenten und COO von PSINet Harold Wills den Kopf kosten. Zudem sind Restrukturierungen angekündigt, die einen Teilverkauf des Unternehmens vorsehen. Davon dürfte auch die Schweiz betroffen sein. PSINet hat ihren Europahauptsitz in La Chaux-de-Fonds und beschäftigt dort sowie in Genf 170 Personen. In die Schlagzeilen geraten ist PSINet jüngst auch in Zusammenhang mit einer Spamming-Affäre. PSINet soll der E-Mail-Werbefirma Cajunnet gegen Geld Bandbreiten zur Verfügung gestellt haben, damit diese Millionen von Werbemails versenden konnte. Dies wäre ein klarer Verstoss gegen die eigene Spamming-Policy.