Oracle entlässt 21'000 Mitarbeitende und erhöht KI-Investitionen
Oracle hat im vergangenen Geschäftsjahr rund 21'000 Mitarbeitende entlassen. Gleichzeitig steckt das Unternehmen Milliarden von US-Dollar in seine KI-Infrastruktur und nimmt dafür auch Schulden auf. Investoren verlieren indes das Vertrauen und verkaufen ihre Oracle-Aktien.
Oracle hat seine Belegschaft im Verlauf des Geschäftsjahres 2026, das am 31. Mai 2026 endete, von rund 162'000 auf etwa 141'000 reduziert. Rund 21'000 Mitarbeitende mussten also das Unternehmen verlassen; das entspricht einem Rückgang um 13 Prozent, wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet. Der Tech-Konzern gab dafür 2026 rund 1,84 Milliarden US-Dollar für Abfindungen aus - mehr als dreimal so viel wie im Vorjahr.
Gleichzeitig investierte Oracle laut "Reuters" 55,66 Milliarden Dollar, grösstenteils in den Ausbau seiner KI- und Cloud-Infrastruktur. Im Geschäftsjahr 2027 soll sich dieser Betrag auf 70 Milliarden US-Dollar erhöhen. Dafür will das Unternehmen zusätzliche Schulden von knapp 40 Milliarden Dollar aufnehmen.
Das schreckt wiederum Investoren ab. Anfang Juni 2026 verlor die Oracle-Aktie deshalb mehr als 10 Prozent an Wert, wie "Reuters" weiter schreibt. Dennoch hält das Unternehmen an seinem KI-fokussierten Kurs fest und versucht, sich gegen Amazon und Microsoft, seine grössten Rivalen im Cloud-Geschäft, zu behaupten. So schloss Oracle unter anderem mit OpenAI und Meta Vereinbarungen über die Nutzung seiner Rechenzentren ab.
Übrigens: Auch Cisco entlässt tausende Mitarbeitende im Zuge einer KI-fokussierten Restrukturierung. Lesen Sie hier mehr dazu.
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