Quartalsberichte: MS überrascht, Sun enttäuscht
Überraschend gut abgeschnitten hat der Softwareriese Microsoft in seinem dritten Geschäftsquartal: Auf 2,45 Milliarden Dollar beläuft sich der Gewinn, gegenüber 2,39 Milliarden Dollar im selben Quartal des Vorjahres. Die Redmonder erwirtschafteten somit 44 Cents pro Aktie, was die Erwartungen von Analysten (42 Cents pro Aktie) übertraf. Den Quartalsumsatz konnte Microsoft um 14 Prozent auf 6,43 Milliarden Dollar steigern. Die Börse verdankte die positive Überraschung mit einem Anstieg der Microsoft-Aktie um vier Prozent auf 68,09 Dollar, nachbörslich sogar auf 72,35 Dollar. Massgeblich zum erfreulichen Ergebnis beigetragen haben gemäss Microsoft die guten Verkäufe des Betriebssystems Windows 2000. Eher schleppend liefen dagegen die Geschäfte mit Desktopanwendungen wie der Office-Suite. Microsoft hatte trotz der düsteren Aussichten in der PC-Branche keine Umsatzwarnung herausgegeben. Schlechter lief das Quartal für Microsofts Rivalen Sun. Der Serverspezialist konnte seine Umsätze zwar im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar steigern, musste aber eine starke Gewinneinbussen von 42 Prozent hinnehmen: Lediglich 263 Millionen konnte Sun einnehmen (ohne einmaligen Aufwendungen), was einem Rückgang von 42 Prozent und 8 Cents pro Aktie entspricht. Wall Street hatte nach einer Gewinnwarnung noch 7 Cents erwartet. Dennoch stieg die Sun-Aktie um ca. 1,45 Prozent auf 21,01 Dollar.
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