Rücktritt des CEOs und Streik bei Motorola

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Motorolas CEO und Chairman Christopher B. Galvin tritt zurück. „Der Verwaltungsrat und ich haben nicht dieselben Ansichten bezüglich des Tempos, der Strategie und des Fortschritts in dieser Phase des Turnarounds“, lässt sich Galvin in einer Motorola-Pressemitteilung zitieren. Galvin wird noch so lange bleiben, bis ein Nachfolger gefunden wird. Als heissester Anwärter auf den CEO-Posten gilt derzeit COO Mike Zafirovski. Allerdings werde auch extern nach geeigneten Personen gesucht, hiess es von Seiten Motorolas. Die Leistungsbilanz des Sohnes von Firmengründer Paul Galvin fällt zwiespältig aus: Unter anderem wurden in seiner sechsjährigen Amtszeit als CEO seit Januar 1997 insgesamt über 60000 Mitarbeiter entlassen. Dieses Schicksal soll auch ein Drittel der Belegschaft des Motorola-Werkes in Flensburg im norddeutschen Schleswig-Holstein ereilen: Vergangenen Dienstag hatte die Geschäftsleitung die Entlassung von 600 der 1800 Angestellten angekündigt. Empörend ist für viele, dass Motorola in den vergangenen sieben Jahren für das Werk Fördergeld von Bundesstaat und Bundesland erhalten hat. Rund 20 Millionen Euro Subventionen sollen in die Kasse der US-Firma geflossen sein. Nun befürchten die Kritiker, dass die Entlassungen lediglich der erste Schritt zur Werksauflösung sein könnten.