SAP will Tomorrow Now verkaufen

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von fgr@netzwoche.ch
Gestern Montag teilte SAP mit, dass mehrere Manager von Tomorrow Now, inklusive der Firmengründer und CEO Andrew Nelson, das Unternehmen verlassen. Zudem prüfe SAP einen Verkauf. Wegen Tomorrow Nows befindet sich SAP in einem Rechtsstreit mit dem Konkurrenten Oracle. Oracle warf im Frühling SAP vor, die Tochter Tomorrow Now habe die Zugangsdaten von abgeworbenen Oracle-Kunden genutzt, um Updates und Patches zu Oracle-Produkten herunterzuladen, und forderte Schadensersatz in unbekannter Höhe. Im Sommer hat SAP rechtswidrige Zugriffe von Tomorrow Now auf Oracles Daten gestanden. Allerdings seien diese nicht an SAP gelangt. Bis Februar haben nun SAP und Oracle Zeit, dem Gericht Beweise für ihre Argumente vorzulegen. Der Prozess soll 2009 in San Francisco stattfinden. SAP hatte Tomorrow Now 2005 übernommen, um Oracle-Kunden abwerben zu können. Tomorrow Now ist auf Third-Party-Maintenance für Peoplesoft- und JD-Edwards-Programme spezialisiert, beides Unternehmen, die Oracle gekauft hat. Seit Beginn des Rechtsstreits geht die Kundenzahl von Tomorrow Now zurück. Cnet wollte von SAP wissen, ob der mögliche Verkauf eine Reaktion auf den Geschäftsgang oder bereits ein Teil von Vergleichsverhandlungen mit Oracle sei: „Kein Kommentar“, lautete die Antwort.