Schlechte Noten für die Webseiten der Schweizer Politiker

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Von den 246 National- und Ständeräten haben 95 keine eigene Website, darunter Spitzenpolitiker wie der CVP-Ständerat Philipp Stähelin, die SP-Ständerätin Christiane Brunner oder der SVP-Fraktionspräsidenten Caspar Baader. Die Hälfte jener, die über einen Onlineauftritt verfügen, aktualisierte ihn seit mehr als zwei Monaten nicht mehr. Bei jeder dritten Website liegt das letzte Update sogar mehr als ein Jahr zurück. Dies schreibt das Magazin Facts in seiner heutigen Ausgabe. FDP-Nationalrätin Christa Markwalder beispielsweise, die sich kürzlich dafür eingesetzt hat, dass die Schweiz an den "äusserst aktiven und erfolgreichen Initiativen und Programmen" der EU im Bereich E-Learning, E-Content und E-Europe teilnehmen möge, hat ihre eigene Website seit mehr als anderthalb Jahren nicht mehr aktualisiert.
Zu den löblichen Ausnahmen gehört gemäss Facts SP-Nationalrat Andreas Gross. Sein Internetauftritt sei hochaktuell, umfangreich und enthält Texte in den unterschiedlichsten Sprachen Europas. Fast als Einziger nutze Gross auch die interaktiven Möglichkeiten des Webs: In seinem Gästebuch nimmt der Zürcher engagiert an den laufenden Diskussionen teil. Unter den Parteien schneidet die SP am besten ab. 70 Prozent der SP-Parlamentarier hätten eine Website, 46 Prozent würden sie sogar regelmässig aktualisieren. Im Gesamtrating belegen SP-Parlamentarier deshalb wenig überraschend vier der ersten fünf Ränge. Miserabel im Urteil von Facts ist hingegen die Bilanz der SVP: Nur 55 Prozent ihrer Parlamentarier sind im Web vertreten, lediglich 16 Prozent von ihnen halten ihren Auftritt aktuell.