Schloter: „Privatisierung wäre positiv“

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Wie Swisscom-Chef Carsten Schloter im Interview mit der NZZ am Sonntag sagte, wäre eine Privatisierung der Swisscom aus unternehmerischer Perspektive positiv. Es sei fraglich, ob der Bund auch in fünf Jahren noch der richtige Eigentümer sein werde. Die Swisscom werde dann ganz anders aussehen, da Themen wie IT, Fernsehen, Inhalte, aber auch das Gesundheitswesen für das Unternehmen an Bedeutung gewinne. Das klassische Nachrichtentransportgeschäft hingegen verliere an Gewicht. Als Mehrheitsbesitzer müsste der Bund bereit sein, die unternehmerischen Risiken mitzutragen, die mit den neuen Geschäften verbunden sind. Gemäss Schloter interessieren sich vor allem Hedge-Fonds brennend für das Wie und Wann der Swisscom-Privatisierung. Gewissheit über den Ausgang der Privatisierung gebe es heute jedoch noch nicht.
Zum verschobenen Start des IPTV-Angebots sagte Schloter, Swisscom könne es sich nicht leisten mit einem Angebot eingeschränkter Qualität an den Markt zu gehen. Man werde aber im zweiten Halbjahr 2006 mit dem TV-Angebot starten. Das Fernsehgeschäft werde den Abschluss umsatzmässig in den Jahren 2006 und 2007 noch nicht massgeblich prägen. Mittelfristig soll es jedoch ähnlich relevant werden wie heute das IT-Geschäft.
Gemäss Schloter sind die Tarife im Mobilfunk 2005 um 10 Prozent gesunken, im Festnetz um 7 Prozent. Im laufenden Jahr würden die Tarife vielleicht erneut um 5 Prozent sinken. Das klassische Geschäft der Telekom-Anbieter erodiere weiter. Darum müssten neue Bereiche augebaut werden, in der IT-Branche, im mobilen Datenverkehr oder im Fernsehen. Die Erosion im Kerngeschäft sei aber nicht existenzgefährdend. Trotzdem werde Swisscom weiterhin einige Prozente der Arbeitsstellen pro Jahr abbauen müssen.