Schweizer Gemeinden nehmen von E-Voting Abstand
E-Voting kommt bei den Schweizer Gemeinden nicht so gut an. Nach Winterthur springen nun zehn weitere vom E-Voting-Projekt ab. Zürich wartet noch ab, während Bülach sich tapfer an der E-Voting-Front hält.
Nach einem Bericht der NZZ hat sich die Zahl der ehemals 13 Zürcher Gemeinden mit E-Voting auf nur eine Gemeinde reduziert. Grund für die Abmeldung für das E-Voting liegt offensichtlich daran, dass der Kanton Zürich gemeindeübergreifende Wahlen vom Versuch ausgeschlossen hat. So sei es für die Stimmberechtigten verwirrend, wenn das elektronische Verfahren von Wahl zu Wahl einmal möglich sei und dann wieder nicht.
Auch Winterthur gehört zu denjenigen, die ihre elektronisches Wahlbüro schliessen. Seit Herbst 2008 hatte sich Winterthur an dem E-Voting-Pilotprojekt des Kantons beteiligt. Immerhin hatten in der Testphase bei elf Wahlterminen im dafür ausgewählten Kreis Altstadt rund 20 Prozent ihre Stimmen auf elektronischem Weg abgegeben. Bis Ende 2011 läuft noch die Testphase in Winterthur und dann wird das elektronische Wahlbüro geschlossen.
Durch den Ausschluss des E-Voting-Projeks von gemeindeübergreifenden Wahlen haben sich auch zehn weitere Projekt-Gemeinden für 2011 gegen E-Voting entschieden. Dazu gehören: Bertschikon, Boppelsen, Bubikon, Fehraltorf, Kleinandelfingen, Männedorf, Maur, Mettmenstetten, Schlieren und Thalwil.
Stadt Zürich wartet, Bülach macht weiter
Die Stadtkreise 1 und 2 in Zürich sind auch an dem Pilotprojekt beteiligt - hier will man nun erst die definitive Entscheidung für oder gegen E-Voting, die ersten Auswertungen des Projekts durch den Kanton abwarten. Laut Beat Gähwiler, dem Leiter Abstimmungen und Wahlen, ist der Verzicht auf weitere E-Voting-Termine für 2011 jedoch wahrscheinlich.
Als einzige Gemeinde im Kanton Zürich hält Bülach dem E-Voting die Treue. Bis Ende 2011 soll E-Voting bei kommunalen Abstimmungen genutzt werden.
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