Schweizer ISPs fordern Marktöffnung auch bei Cablecom

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In einem offenen Brief fordern die drei Schweizer ISPs Init Seven, Cyberlink Internet Services und Netstream die Wettbewerbskommission dazu auf, sofort die Stellung von Cablecom in Bezug auf die letzte Meile zu prüfen und nötigenfalls regulatorische Massnahmen durchzuführen, um allen Anbietern einen Möglichkeit zu geben, Dienstleistungen über deren Kabelnetzwerk anzubieten. Nicht zuletzt durch die neu lancierten Dienste wie "Digital Phone" oder durch die stattgefundene Bandbreitenverdoppelung zeige sich die Stärke des Cablecom-Netzwerkes, und dass es eine echte Alternative zur letzen Meile der Swisscom darstelle, heisst es in dem Brief. Und weiter: "Es ist daher unverhältnismässig vom Nationalrat ausschliesslich die Freigabe der letzten Meile seitens Swisscom zu fordern, während cablecom nicht mittels Gesetz reguliert und aufgefordert wird, ebenfalls ihren Teil zur Marktöffnung beizutragen." "Wir erwarten von cablecom ein Angebot, analog zu dem der Swisscom, damit auch andere ISPs das Kabelnetz nutzen können", erklärt Alexis Caceda, CEO von Netstream und Mitunterzeichner des Briefes, gegenüber dem NetzwocheTicker. "Für mich war es eine Frage der Zeit, bis uns ein solches Schreiben erreicht, denn das Umfeld wird immer konvergenter und die Anschlüsse werden immer mehr substituierbar", erklärt Stefan Renfer, bei der Weko Verantwortlicher für den Bereich Telekommunikation, gegenüber dem NetzwocheTicker. Der Brief stelle aber interessante Fragen, die von der Weko mit Sicherheit betrachtet würden. Auf wenig Verständnis stösst das Anliegen indes bei Cablecom. Dazu Cablecom-Sprecher Stephan Howeg: "Cablecom hat weder im Bereich Breitband-Internet noch in der Festnetz-Telefonie irgendwo in der Schweiz eine marktbeherrschende Stellung, weshalb wir diese Forderung nicht nachvollziehen können."