Schweizer KMU: IT kostet 6,65 Milliarden Franken pro Jahr

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6,65 Milliarden Franken - soviel lassen sich die rund 38'000 Schweizer KMU mit 10 bis 249 Mitarbeitenden ihre Informatik jährlich kosten. Trotz Preissenkungen der letzten Jahre entfällt der grösste Kostenanteil nach wie vor auf die Hardware: Schweizer KMU geben jährlich 1,51 Milliarden Franken für den Unterhalt ihres IT-Geräteparks aus. Mit 1,33 Milliarden Franken gleich dahinter liegen die Personalkosten für die IT-Verantwortlichen. Einen ähnlichen Wert erreichen auch die externen Dienstleistungen (1,3 Milliarden Franken). Immerhin noch je rund 0,9 Milliarden Franken schlagen für System und Anwendungssoftware zu Buche.
Zu diesen Resultaten kommt die repräsentative Studie "Netzreport 2006: Informatik in Schweizer KMU", die Teil einer mehrjährigen Studienreihe ist. Herausgegeben wird der Netzreport 06 von der Netzwoche in Kooperation mit dem Competence Center E-Business Basel der Fachhochschule Nordwestschweiz FNHW (CCEB) und in Zusammenarbeit mit derzeit 11 Forschungspartnern aus der ICT-Industrie. Die Resultate liefern erstmals statistische Daten und Analysen über die rund 38'000 Schweizer KMU.
Für die nächsten drei Jahre rechnen nur rund 10 Prozent der Betriebe mit sinkenden Informatikkosten. Eine knappe Mehrheit geht davon aus, dass die Kosten für die IT stabil bleiben, während rund ein Drittel der KMU mit ansteigenden Kosten rechnet. Steigende Kosten werden am häufigsten bei der Anwendersoftware erwartet. 40 Prozent der Unternehmen rechnen ausserdem mit höheren Kosten für externe Dienstleistungen. Die wenigsten Nennungen hinsichtlich steigender Kosten entfallen auf die Aufwendungen für internes Personal. Offenbar wird die Inanspruchnahme von Fremdpersonal dem Ausbau der eigenen Mitarbeiterbasis vorgezogen, so der Schluss des Netzreports 06.
Etwas mehr als die Hälfte der Betriebe erneuert ihre Hardware und Softwaresysteme alle ein bis drei Jahre. Alle vier bis sechse Jahre wird die Software von rund 17 Prozent und die 38 Prozent der Betriebe erneuert. Schweizer KMU zeigen sich bezüglich ICT als äusserst innovationsfreudig: Insgesamt geben die Betriebe an, dass im Schnitt rund 36 Prozent der Informatikausgaben in die Evaluation und den Aufbau neuer Systeme und Anwendungen fliessen.