Schweizer Software-Sektor treibt Volkswirtschaft an

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Volkswirtschaftlich betrachtet haben Investitionen in den Software-Sektor eine positive Wirkung auf die Schweizer Gesamtwirtschaft. Die 11'329 selbständigen Softwarefirmen sind ein wichtiger Motor der Schweizer Wirtschaft, denn sie haben ein weit überdurchschnittliches Wachstum. Zu diesem Fazit gelangt eine Studie "Die volkswirtschaftliche Bedeutung des selbständigen Software-Sektors" des Branchenverbandes ICTswitzerland. So trägt der Software-Sektor zur schweizerischen Bruttowertschöpfung einen Fünftel soviel bei wie der Finanzsektor. Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Informatikdienste wird anhand von wissenschaftlich gestützten Wachstumsszenarien besonders gut sichtbar: Wenn die Informatikdienste beispielsweise innerhalb von fünf Jahren um real 8,8 Prozent wachsen, so wirkt ein Multiplikator von 1,3 auf den gesamten Bruttoproduktionswert des Landes. Umgekehrt wäre es, wenn der Sektor langsamer als die Gesamtwirtschaft wächst: Für jeden fehlenden Investitionsfranken im Software-Sektor gehen der Schweizer Wirtschaft jährlich bis zu 2,3 Franken verloren. Insgesamt werden von anderen Sektoren wie Baugewerbe, Textilgewerbe, Landwirtschaft oder Chemische Industrie Leistungen von 13,4 Milliarden Franken für Informatikdienste (Softwarehäuser, Datenbanken, Hardwareberatung, Support) bezogen. Bezugsjahr ist 2001. Mit gut einer Milliarde Franken ist der Sektor öffentliche Verwaltung, wo Outsourcing eine sehr grosse Rolle spielt, der grösste Abnehmer von Informatikdiensten, gefolgt von der Nachrichtenübermittlung, zu der auch die Telefonie gezählt wird, mit über 800 Millionen Franken. Das Kreditgewerbe hingegen bezieht Informatikdienste für nur 38 Millionen Franken, eine Folge der hohen Eigenproduktion. Der gesamte ICT-Bereich inklusive Telekommunikation setzt 25 Milliarden um. Mehr zu dieser Studie, etwa was ein typisches Schweizer Software-Unternehmen charakterisiert oder wie viel weniger die weiblichen Informatikangestellten als ihre männlichen Kollegen verdienen, lesen Sie in der Netzwoche 33 vom nächsten Mittwoch.