Siemens korrigiert die Jahresprognose nach unten

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von fgr@netzwoche.ch
Der deutsche Technologiekonzern Siemens erzielte in seinem zweiten Quartal 2008 einen Umsatz von 18,094 Milliarden Euro, 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn sank von 1,259 Milliarden Euro auf 412 Milliarden Euro. Wie Siemens bereits vor einem Monat ankündigte, belasteten diverse missratene Projekte das Ergebnis. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Siemens nur noch mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau, trotz der hohen Zuwachsrate beim Auftragseingang von 15 Prozent auf 23,4 Millionen Euro. Mögliche Folgekosten aus der Schmiergeldaffäre und aus dem laufenden Konzernumbau seien in der Prognose nicht enthalten, sagte Siemens-Chef Peter Löscher. Erst gestern teilte Siemens mit, dass die mit den internen Ermittlungen beauftrage US-Kanzlei Debevoise in einem Zwischenbericht zahlreiche neue Erkenntnisse über Regelverstösse in den Jahren 1999 bis 2006 vorgelegt habe. "Die Kanzlei hat in nahezu allen untersuchten Geschäftsbereichen und in zahlreichen Ländern Belege für Fehlverhalten im Hinblick auf in- und ausländische Anti-Korruptionsvorschriften gefunden“, heisst es in einer Mitteilung von Siemens.