Siemens macht mit radikalem Stellenabbau Enterprise Networks für einen Verkauf fit
Gemäss Presseberichten aus Deutschland will Siemens bei seiner Telefonanlagesparte Siemens Enterprise Networks (SEN) einen deutlichen Stellenabbau vornehmen. Laut Informationen aus dem Aufsichtsrat sollen knapp 7'000 Stellen der weltweit 17'500 Arbeitsplätze gestrichen werden, davon 2'000 in Deutschland. SEN schreibt seit langem rote Zahlen und Siemens will sich schon lange vom letzten verbliebenen Teil seiner Telekommunikationssparte trennen. Doch alle interessierten Käufer forderten, dass sich Siemens zu einem beträchtlichen Teil an einer Sanierung beteiligt.
Nun will Siemens die Sanierung selbst in die Hand nehmen. Das hat auch historische Gründe: Konzernchef Peter Löscher will offenbar verhindern, dass es zu den gleichen Problemen kommt wie beim Verkauf der Handyproduktion. Sein Vorgänger Klaus Kleinfeld hatte die Mobilfunksparte an den taiwanesischen Konzern BenQ verkauft, der kurz darauf die Produktion einstellte.
Gemäss Angaben aus dem Aufsichtsrat gibt es derzeit drei interessierte Käufer: Der amerikanisch-französische Konzern Alcatel-Lucent, die kanadische Gesellschaft Nortel und die Investmentgruppe Cerberus. Bis Ende Juni soll SEN verkauft sein.
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