Sommer-Nachfoge: Vom Regen in die Traufe?

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Der Chef der Deutschen Telekom (DT), Ron Sommer, ist nach siebenjähriger Tätigkeit und in den letzten Monaten schier unerträglich werdender Kritik an seiner Unternehmensstrategie zurückgetreten. Wenn ein Vorstandsvorsitzender nicht über das volle Vertrauen des Aufsichtsrats verfügt, ist der Rücktritt der einzige Schritt, sagte Sommer vor den Medien. Er wolle mit dem Rücktritt weiteren Schaden verhindern, bewertete seine Amtstätigkeit aber weiterhin als positiv. Seit dem Höchststand nach dem IPO hat die DT-Aktie bis heute über 90 Prozent an Wert verloren... Noch gestern Abend wählte der DT-Aufsichtsrat Sommers Nachfolger: Helmut Sihler (72), ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender der DT. Vize-Vorsitzender wird Gerd Tenzer, der in den letzten Tagen als Nachfolgefavorit herumgeboten wurde. Beide sind interimistisch für sechs Monate im Amt. Ob die Wahl gut und vertrauensbildend ist, darf schon jetzt bezweifelt werden. Gegen Sihler laufen nämlich Ermittlungen im Zusammenhang mit einer möglichen Überbewertung des Immobilienbestandes der DT. Die Kritik an der Person Tenzer wurde im Netzticker von gestern zusammengefasst. Unterdessen hat der Vorsitzende des DT-Aufsichtsrats, Hans-Dietrich Winkhaus, einen radikalen Konsolidierungskurs mit Kostensenkungen und Schuldenabbau angekündigt. Nähere Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Schon zu Sommers Zeiten sind auf dem Weg vom Staatsbetrieb zum Weltkonzern 100000 Stellen abgebaut worden.