Spam-Filter retten uns vor der Klimazerstörung!
Nun wissen wir es: Spammer sind Klimazerstörer. Denn Spam ist nicht nur lästig, er ist auch schädlich für das Klima. Zu diesem Resultat kommt eine gemeinsame Untersuchung von McAfee Research und den Klimaforschern des Beratungsunternehmens ICF International. Für die Studie mit dem Titel „Carbon Footprint of Spam“ haben die Klimaforscher und die Spam-Experten den weltweiten jährlichen Energieverbrauch ermittelt, der für die Übertragung, Bearbeitung und Filterung von Spam anfällt. Dieser beläuft sich demnach auf 33 Terawattstunden (TWh), was dem Energieverbrauch von 2,4 Millionen Haushalten entspricht. Die dabei freigesetzten Treibhausgasemissionen seien jenen von 3,1 Millionen PKWs vergleichbar.
Die daraus resultierende CO2-Bilanz der Spammer: 0,3 Gramm CO2-Austoss pro Spam-Nachricht. Dies entspreche einer Fahrstrecke von einem Meter mit dem Auto, so die Studienautoren. Der grösste Teil des Energieverbrauchs (rund 80 Prozent) geht allerdings nicht auf den Spam-Versand zurück, sondern auf das Löschen durch den User und die Suche nach den legitimen Mails.
Der nicht ganz uneigennützige Schluss der Studie: Spam-Filter sind eigentliche Klimaschutzanlagen. Wenn jeder Posteingang durch einen aktuellen Spam-Filter geschützt wäre, könnten Unternehmen und Privatpersonen den Spam-Energieverbrauch um 75 Prozent oder 25 TWh pro Jahr reduzieren.
Das Fazit der Studie muss demnach lauten: Wer seinen Spam nicht ausfiltriert, ist ein Umweltzerstörer und damit nicht besser als die Spammer! Wenn es um innovative Verkaufsargumente geht, ist die IT-Sicherheitsbranche eben führend.
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