Standardisierungsverein für E-Gov gegründet

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Unter Federführung des Informatikstrategieorgans Bund ISB ist am 13. Dezember 2002 auf dem Berner Gurten der Verein eCH gegründet worden. eCH ist eine Initiative, die IT-Standards festlegen und deren Anwendung mit Blick auf die E-Government-Entwicklungen fördern will. Die Standards sollen mithelfen, die Vernetzung von Bund, Kantonen, Gemeinden und Wirtschaft zu erleichtern. Die Standardisierungsorganisation eCH, die im März 2002 lanciert wurde, hat somit eine juristische Form erhalten. Die Form des Vereins wurde gewählt, damit alle Beteiligten gleichberechtigt mitbestimmen können. Über 120 Unternehmen, Verbände, Bundesämter, Kantone, Gemeinden, Organisationen und Bildungsinstitutionen haben gemäss der Medienmitteilung bisher ihr Interesse an eCH angemeldet. Rund 40 sind dem Verein beigetreten. Schon vor der Vereinsgründung waren zwei Strategiegruppen, Sicherheit und Prozesse/Daten, aktiv. Sie werden die Stossrichtung für die zukünftigen Arbeiten von eCH vorgeben. Die Kosten für eCH betragen voraussichtlich 250000 bis 500000 Franken pro Jahr. Dieser Betrag sollte, wenn die Initiative ein Erfolg wird, durch die angestrebten Effizienzsteigerungen über einheitliche Standards gut investiertes Geld sein. Die Standardisierung soll im weiteren mithelfen, dass mittelfristig KMU, die nicht wie Grossunternehmen eigene Standards durchsetzen können, bei öffentlichen Beschaffungen nicht mehr benachteiligt sind.