Stromverbrauch als kritische Grösse für Rechenzentren
Der Stromverbrauch von Rechenzentren wird zunehmend zu einer kritischen Grösse. „In den Rechenzentren gibt es zu wenig Platz, zu wenig Strom, zu wenig leistungsfähige Klimaanlagen,“ meint zum Beispiel Andreas Knoepfli von Sun Microsystems Schweiz gegenüber dem Tagesanzeiger. Wie gross der Stromverbrauch eines Rechenzentrums ist, zeigt sich beispielsweise am neuen Rechenzentrum von Swisscom IT Services in Zollikofen (Kanton Bern). Dieses braucht gleichviel Strom wie eine Kleinstadt mit 15’000 Einwohnern. Bei Vollbetrieb wird die Stromrechnung 3 Millionen Franken betragen.
Stromfresser sind vor allem die Kühlung, die unterbruchslose Stromversorgung und der Stand-by-Modus. Gemäss David Douglas, Ökoverantworlicher bei Sun, würde vom Strom, der in ein Rechenzentrum fliesse, nur 50 Prozent durch die Server und Speicher verbraucht. Und insgesamt würde von diesem am Ende nur 1 Prozent in „Denkleistung“ umgesetzt, der Rest ende als Abwärme.
Computerherrsteller versuchen dieser Entwicklung mit sparsameren Architekturen entgegenzuwirken. Dies nicht nur, weil grüne Informationstechnik gut fürs Image ist, sondern auch weil Unternehmen die Betriebs- und somit auch die Stromkosten im Griff haben wollen.
Ein prominentes Unternehmen, dass den Stromverbrauch in den Griff bekommen will, ist der Suchmaschinenanbieter Google, der im Juni bekannt gab, unter anderem die Leistungsfähigkeit seiner Rechenzentren maximieren zu wollen und so den Energiebedarf zu halbieren.
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