Sunrise entbündelt erste Ortszentrale
Gestern Dienstag stöpselte Sunrise-CEO Christoph Brand vor Medien- und Behördenvertreter ein Kabel ein und weihte damit die erste entbündelte Ortszentrale ein. In den nächsten 14 Monaten will Sunrise seine technische Ausrüstung in 120 lokalen Vermittlungszentralen in Zürich, Bern, Basel, Genf, Lausanne, Luzern, Rapperswil und Winterthur installieren. Damit soll das eigene landesweite Festnetz bis Ende 2010 80 Prozent der Bevölkerung abdecken. Sunrise rechnet damit, dass der Ausbau mehrere hundert Millionen Franken kosten wird.
Durch die Entbündelung kann Sunrise den Kunden eigene Angebote verkaufen, der Telco verspricht seinen Kunden „kostengünstige Telekommunikationsdienste“. Doch Sunrise erinnerte gestern erneut daran, dass man die Preise, die Swisscom für einen Teilnehmeranschluss verlangt, als überhöht betrachte. Insgesamt acht alternative Anbieter, darunter Sunrise, haben deswegen bei der Comcom eine Klage eingereicht. Der Entscheid wird für das zweite Quartal 2008 erwartet.
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