Sunrise fordert öffentliche Diskussion um Glasfaser-Strategie

Uhr | Aktualisiert
von christian.walter@netzwoche.ch
Eine eigenständige Gesellschaft ausgestattet mit einem Mandat für den Flächenausbau eines Glasfasernetzes kann diese Infrastruktur am kostengünstigsten sicherstellen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Swiss Economics im Auftrag von Sunrise. Unumgänglich sei ausserdem ein regulierter, nicht-diskriminierender Netzzugang für alle Anbieter. Begründet wird ein solcher Schritt mit Ineffizienzen beim Ausbau wie er momentan stattfindet. Die Studie spricht von regionalem Wildwuchs und intransparenten Kooperationsmodellen von lokalen Elektrizitätswerken mit der Swisscom und mahnt an, dass die Schweiz mit diesem Vorgehen zukünftige Entwicklungen gefährden könnte. Auf diese Weise entstünden Mehrkosten von mehreren 100 Millionen Franken. Es sei also eine klare Richtlinie notwendig um unwirtschaftliche Parallelnetze zu vermeiden und Wettbewerb unter den neuen Technologien und Diensten zu ermöglichen. Sunrise sieht aufgrund der Studienergebnisse den Zeitpunkt für eine solche Debatte gekommen, da noch Zeit zum Handeln bestehen würde.