Sunrise und Orange senken Mobiltarife – Weko wenig beeindruckt

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Orange und Sunrise reagieren auf die Preisoffensive von Swisscom und kündigen ebenfalls tiefere Mobiltarife an. Sunrise gab zwar noch keine Details bekannt. "Wir werden im Mobilfunk eine echte Neuheit vorstellen", sagte Sunrise-Sprecher Mathieu Janin der SonntagsZeitung, "etwas, was die Schweiz so noch nie gesehen hat". Details sollen morgen Dienstag bekannt werden.
Orange hingegen informiert bereits heute seine Preissenkungen. Sie sollen im Juni zum Zug kommen. Für das Optima-Abonnement werden die Preise im 9 bis 31 Franken gesenkt, abgestuft nach dem Benutzerverhalten. Parallel führt Orange ein Mobilfunkabo ein, mit dem man für einen monatlichen Pauschalpreis von 99 Franken unbeschränkt auf dem Orange- und dem Festnetz telefonieren kann. Schliesslich bietet Orange ein UMTS-Angebot für Geschäftskunden an. Dieses umfasst eine Mobile-Office-Datenkarte für die mobile Datenkommunikation via Laptop. Die Übertragung von zwei Gigabytes Daten über UMTS, GPRS oder W-Lan soll 49 Franken im Monat kosten.
In der Branche ist man sich einig, dass Swisscom, die den Preissturz durch seine Preissenkungen ausgelöst hat, der Wettbewerbskommission (Weko) zuvor kommen wollte. Diese untersucht seit 2002 die Schweizer Mobilfunkpreise und hatte vor kurzem den Telcos mit harten Massnahmen gedroht. Wie die SonntagsZeitung schreibt, wird die Weko die neuen, tieferen Preise in ihrem Urteil berücksichtigen, ein Schutz vor Sanktionen seien sie allerdings nicht: "Wir erwarten die Stellungnahmen der Anbieter vor den Sommerferien", sagte Weko-Sprecher Patrik Ducrey gegenüber der SonntagsZeitung. "Die 15-köpfige Kommission wird voraussichtlich im Herbst einen Entscheid fällen." Kenner der Materie würden damit rechnen, dass Swisscom, Sunrise und Orange millionenschwere Bussen kassierten.