Sunrise und Tele2: Vorteile der Öffnung der Letzten Meile unbestritten

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Sunrise und Tele2 distanzieren sich vom Inhalt der ICTswitzerland-Studie "Bedeutung des Telekomsektors für die Schweizer Volkswirtschaft". Sunrise bezweifelt die Neutralität der Studie: "Die Studie wurde im Auftrag von Swisscom von Plaut Economics, sozusagen dem Haus-Beratungsunternehmen des Ex-Monopolisten, durchgeführt", erklärt Monika Walser, Kommunikationsleiterin von sunrise, auf Anfrage. Ins gleiche Rohr bläst auch Tele2: "Wer bezahlt, der befiehlt", drückt sich Tele2-CEO Roman Schwarz klar und deutlich gegenüber dem NetzwocheTicker aus. Eine unabhängige und neutrale Studie sei laut sunrise und Tele2 die von der EU-Kommission durchgeführte und vom Bakom erweiterte Studie "Der Schweizer Fernmeldemarkt im internationalen Vergleich - Um die Schweiz erweiterter Auszug aus dem 9. Implementierungsbericht der Europäischen Union". Diese zeigt unter anderem auf, dass in der Schweiz Fixnet- und Mobiltelefonie im internationalen Vergleich sehr teuer sei: Dies laut Bakom vor allem wegen der hohen Interkonnektionspreise und der besonderen Marktdominanz von Swisscom. Swisscom distanziert sich von diesen Vorwürfen. "Die Studie wurde nicht nur von Plaut Economics sondern auch vom sozialökonomischen Institut der Universität Zürich durchgeführt", betont Sepp Huber, Pressesprecher bei Swisscom. Die Studie wurde von mehreren Schweizer Telecom-Unternehmen finanziell unterstützt. Das Resultat der Studie zeige die vorherrschende Einschätzung der Ökonomie auf, die zum Schluss gekommen ist, dass eine Entbündlung der Letzten Meile negative Einflüsse auf zukünftige Investitionen hat, so Huber. Von ICTswitzerland war bis Redaktionsschluss kein Statement erhältlich. Mehr dazu in der Netzwoche 35 vom nächsten Mittwoch.