Sunrise und Tele2 wollen anscheinend Swisscom wegen Preis der Entbündelung verklagen
Die Verhandlungen zu den 31 Franken, den die Konkurrenz der Swisscom für eine Teilnehmeranschlussleitung auf der entbündelten Letzten Meile zahlen muss, laufen derart schlecht, dass Sunrise und Tele2 wohl klagen werden, wie die Handelszeitung heute Mittwoch schreibt. Vor Ende Juli sei allerdings nicht mit einer Klage zu rechnen. So soll Sunrise noch möglichst viele offene Fragen in Nachverhandlungen klären wollen, um darauf nicht erst beim Regulator Antworten zu erhalten. Jener würde danach innerhalb von sieben Monaten entscheiden. Bei Missfallen könnten die Parteien den Entscheid dann beim Bundesverwaltungsgericht anfechten, was frühestens im Februar 2008 der Fall sein werde.
Würde der Preis nun vom Bundesverwaltungsgericht rückwirkend gesenkt, würden alle bislang sieben Anbieter das zu viel bezahlte Geld zurückfordern. Gemäss Handelszeitung spekulieren die meisten Anbieter mit diesem Szenario und wollen mit der Einführung von Angeboten auf der Letzten Meile nicht warten. So auch Sunrise: "Wir werden noch dieses Jahr mit Produkten kommen", sagte Dominique Reber zur Handelszeitung. Die Nummer zwei der Schweizer Telcos wolle bis 2009 rund 100 Millionen Franken investieren.
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