Swisscom-CEO Carsten Schloter denkt über Ausland-Akquisitionen nach

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Swisscom-CEO Carsten Schloter hält es für möglich, dass den europäischen Telekomkonzernen eine weitere Übernahmewelle bevorsteht, sagte er in einem Interview mit der Financial Times Deutschland: "Die Konsolidierung hat in den vergangenen Jahren vor allem den Mobilfunk erfasst. Wenn die Konvergenz von Handy und Festnetz an Bedeutung gewinnt, dann könnte eine neue Welle bei den integrierten Anbietern kommen."
Trotz des bundesrätlichen Auslandverbots spricht Schloter von "denkbaren kleineren Akquisitionen" in einer privatisierten Zukunft. Insgesamt könne Swisscom 5 bis 6 Milliarden Franken investieren. Interesse äusserte er am wachstumsträchtigen Bereich der schnellen Internetanschlüsse. Vor allem in Osteuropa liege die Breitbandpenetration teilweise noch unter zehn Prozent. "Wir schauen uns das an, das ist eine Option für uns", so Schloter.
An der gestrigen Generalversammlung hielt sich Schloter allerdings an die Weisungen des Bundesrates: Der Konzern richte sich vorderhand nach dem Nein des Bundesrates zur Auslandexpansion auf Wachstumsmöglichkeiten in der Schweiz aus, so Schloter. Es bestünden Möglichkeiten, auf dem Schweizer Markt neue Wachstumsmöglichkeiten zu erzielen, Swisscom sei zu entsprechenden Investitionen bereit.
Auf dem Schweizer Markt will Schloter eine bessere Integration der Konzernsparten erreichen. Schloter sagte gegenüber der deutschen Wirtschaftszeitung, sein Unternehmen setze in Zukunft auf eine deutlich stärkere Verknüpfung von Mobilfunk, Festnetz und Internet. "Es ist ja erstaunlich, dass es für die drei Bildschirme, die ein Kunde heute nutzt - Handy, TV, PC - kein integriertes Angebot gibt, etwa mit einer gemeinsamen Song-Bibliothek und abgestimmten Diensten." Entsprechende Kombiprodukte wären sinnvoll.