Swisscom: Solides Betriebsergebnis 2001
Die Swisscom-Gruppe hat die Turbulenzen in der Kommunikations- und IT-Branche gut durchgestanden. Der Jahresbericht 2001 weist einen leicht gestiegenen Gesamtumsatz von 14,17 Milliarden Franken aus (+0,8 Prozent). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 9,3 Prozent auf 4,41 Milliarden Franken. Der operative Cashflow beträgt 3,39 Milliarden Franken. Der Reingewinn liegt bei 4,96 Milliarden Franken. Der Gewinn wurde durch ausserordentliche Einnahmen aus dem Verkauf von Immobilien und eines Anteils von 25 Prozent von Swisscom Mobile an Vodafone mitbeeinflusst.
Die Verkehrsvolumina beim Swisscom Festnetz und Mobilnetz stiegen um je 13 Prozent. Im Segment Fixnet – Retail and Network resultierte beim nationalen Telefonverkehr aufgrund der Preissenkungen und einem Rückgang im Nahbereich zwar ein um 6 Prozent tieferer Umsatz. Doch im internationalen Telefonverkehr konnte Swisscom den Marktanteil halten, und bei den Mehrwertdiensten stieg der Umsatz dank des stark zunehmenden Internetverkehrs um 29 Prozent.
Im nationalen Wholesalegeschäft wurde ein Mehrumsatz von knapp 23 Prozent erzielt. Diese Steigerung wird von Swisscom mit steigenden Marktanteilen konkurrierender Telekommunikationsanbieter und den daraus resultierenden Interkonnektionsumsätzen sowie dem Zuwachs bei Mietleitungen begründet. Der Umsatz im internationalen Wholesalegeschäft konnte ebenfalls gesteigert werden. Beim Segment Enterprise Solutions sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent.
Sehr gut erging es dem Segment Mobile, wo eine Umsatzsteigerung von 14,5 Prozent auf 3´127 Millionen Franken ausgewiesen wird. Dies, obwohl sich das Wachstum des Schweizer Mobilfunkmarktes aufgrund der hohen Marktdurchdringung abschwächte.
Der Umsatz des Bereichs Übrige ist gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozent auf gut 1 Milliarde Franken gesunken. Der Rückgang ist vor allem auf den tieferen Nettoumsatz von Swisscom Systems zurückzuführen. Hier standen sich rückläufigen Einnahmen aus Vermietung und Verkauf von Teilnehmervermittlungsanlagen einer Umsatzsteigerung im Servicegeschäft gegenüber. Auch Broadcasting verzeichnete einen Umsatzrückgang (10,9 Prozent). Der ISP Bluewin konnte den Umsatz mit externen Kunden um 22 Prozent auf 61 Millionen Franken steigern. Dieses Umsatzwachstum wird primär mit gesteigerten Volumen begründet. Der Teilnehmerbestand von Bluewin wurde im Jahr 2001 um 19,2 Prozent auf 715´000 Teilnehmer erhöht. Zum Geschäftsgang von Conextrade, der Swisscom-Dienstleistungsplattform für B-2-B-eCommerce, wurden keine spezifischen Zahlen kommuniziert.
Für das Jahr 2002 erwartet Swisscom gesamthaft einen stabilen EBITDA, rechnet aber aufgrund der hohen Marktdurchdringung bei der Mobilkommunikation nur mit einem geringen Marktwachstum. Im Festnetzgeschäft rechnet Swisscom mit einem anhaltenden Druck auf die Margen. Der Reingewinn wird ohne die einmaligen Erträge des Jahres 2001 im nächsten Jahr ein wesentlich tieferes Niveau erreichen.
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