Swisscom steigt in die Telemedizin ein

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Swisscom beteiligt sich mit 40 Prozent an der Medgate Holding. Mit dieser Beteiligung unterstreiche das Unternehmen seine Ambitionen im wachsenden Marktbereich E-Healthcare, meldet Swisscom. Damit hat der Telco offenbar im Schweizer Markt ein weiteres Standbein gefunden, mit dem trotz bundesrätlichem Verbot, sich im Ausland zu engagieren, wenigstens in der Schweiz Wachstum generiert werden soll. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Ziel der Beteiligung sei der Aufbau und die Förderung einer umfassenden telemedizinischen Patientenbetreuung in der Schweiz, so Swisscom. Medgate ist vor allem bekannt durch seine Tätigkeit in der Telekonsultation, Telediagnostik und Teletherapie, also der Betreuung von Patienten per Telefon. Die Gruppe, zur der Medgate mit Leistungen für Patienten, Ärzte und Krankenversicherer, Medcontrol mit Leistungen für Pharmafirmen und Sirius Technologies für Softwareentwicklung und Vertrieb von telemedizinischen Systemen gehört, beschäftigt heute 103 Mitarbeitende, davon 30 telemedizinisch ausgebildete Ärzte, 15 Fachpersonen für medizinische Beratung und 27 Softwareentwickler und Ingenieure.
Laut Swisscom ergeben sich zwischen ihr und Medgate Synergien bei der Entwicklung und Vermarktung von telemedizinischen Systemen und Programmen. So hatte die Swisscom-Gruppengesellschaft Accarda bereits im Juli 2005 die im Bereich Ärzteabrechnung tätige Medipa übernommen.