Swissquote: Neuer Bank-CEO und Entlassungen
Die Swissquote Group (Online-Finanzdienstleister Swissquote und Webdienstleister Marvel Communications) hat mit dem Jahresverlust von 17,9 Millionen Franken bei einem Umsatz von 13,2 Millionen Franken die eigenen, bereits zurückgeschraubten Erwartungen beinahe exakt getroffen. Bei der Präsentation der Halbjahreszahlen ging das Unternehmen von einem Umsatz von 13 Millionen Franken und einem Verlust von 18 Millionen Franken aus. An den Umsatz steuerte die Finanzplattform 8,1 Millionen Franken und Marvel 5,1 Millionen Franken bei. Als Erfolg sieht das Unternehmen die Lancierung der virtuellen Swissquote Bank. Zu Ende 2001 zählte man nach eigenen Angaben 10199 Kunden mit einem Anlagevermögen von 308 Millionen Franken. Ihren Marktanteil am Online-Handel (SWX und virt-x) habe die Swissquote Bank bis Jahresende von 15 auf 20 Prozent steigern können.
Gar nicht zufrieden ist Swissquote mit dem operativen Ergebnis, weshalb „weitreichende Massnahmen“ ergriffen würden, welche zu einer massgeblichen Reduktion des Verlusts“ führen sollen.
Diese Massnahmen enthalten eine klare Aufgabenaufteilung der beiden Standorte Gland und Schwerzenbach: Backoffice und Technik in der Romandie, Kundenbetreuung in Schwerzenbach. Damit einhergehend erfolgt ein massiver Stellenabbau von 48 Stellen auf nur mehr 110 Stellen. Der Abbau wird Gland und Schwerzenbach gleichmässig betreffen. Des weiteren wird VR und Mitgründer Marc Bürki als CEO der Swissquote Bank den bisherigen CEO Alfred Moeckli ablösen. Das Unternehmen will sich stärker auf die Finanzdienstleistung konzentrieren. Für 2003 strebt Swissquote das Erreichen der Gewinnzone an.
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