Tele2 klagt über Swisscom bei ComCom

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Tele2 hat bei der Eidgenössischen Kommunikationskommission ComCom ein Gesuch auf Erlass einer Verfügung zu den Bedingungen der Interkonnektion eingereicht, wie es juristisch heisst. Tele2 fordert darin die Offenlegung der technischen und kommerziellen Bedingungen für die Kostenberechnung von Anrufen vom Festnetz auf das Mobilnetz. Tele2 bezahle heute einen höheren Grosshandelspries als Businesskunden von Swisscom, heisst es einer Pressemeldung von Tele2. Durch die Offenlegung solle bewiesen werden, dass die Grosshandelspreise ungerechtfertigt hoch seien und dass die Swisscom und mit ihr auch Orange und Sunrise den Besitz ihrer Mobiltelefon-Lizenzen zum Schaden der Konsumenten missbrauchten. Denn Drittanbieter ohne eigenes Mobilnezt, wie eben Tele2, seien dadurch nicht mehr in der Lage, ihren Kunden konkurrenzfähige Preise anzubieten. Es kann nicht sein, dass Drittanbieter in der Schweiz viel höhere Fix-to-Mobile-Gebühren bezahlen als im restlichen Europa: In der Schweiz kosteten sie 38 Rappen pro Minute, in Deutschland 24 Rappen pro Minute, in Österreich 21 Rappen pro Minute, in Finnland 12 Rappen pro Minute. Auch können die Preise von Orange und Sunrise nicht als Vergleichswerte genommen werden, da diese Mobilfunkanbieter ebenfalls keine kostenorientierten Preise anbieten, meint Roman Schwarz, General Manager Zentral Europa und Managing Director von Tele2 Schweiz.