Umtriebige EU in Internetfragen

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Mit einem Aktionsplan will die Europäische Union den Kampf gegen illegale Webinhalte angehen. Dies haben die Telekommunikationsminister der fünfzehn EU-Staaten gestern in Luxemburg beschlossen. Der Plan sieht unter anderem die verbreitete Einrichtung von Meldestellen in Europa und eine freiwillige Selbstkontrolle der Service Provider vor. Gleichzeitig sollen neue Filtertechnologien gegen illegalen Content entwickelt werden. Ebenso entschlossen will die EU gegen Computerkriminalität vorgehen. Dazu sollen die Strafgesetzgebungen der einzelnen Mitglieder harmonisiert werden, um koordinierter und effektiver gegen Netzeinbrecher und Virenbauer vorgehen zu können. Schliesslich haben sich die Telekommunikationsminister für die schnelle Einführung des IP-Protokolls in der Version 6 (IPv6) ausgesprochen, um auch nach 2005 genügend IP-Adressen vergeben zu können. Die Minister bemängelten unter anderem, dass knapp drei Viertel aller heute unter IPv4 vergebenen IP-Adressen von Nordamerika beansprucht würden. Der durch IPv6 erweiterte Adressraum würde vor allem für die Mobilgeräte der nächsten Generation benötigt, weshalb die Einführung des Protokolls für die Wettbewerbsfähigkeit Europas äusserst wichtig sei.