UMTS allenthalben mit Verspätung

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Seit der Ernüchterung in der Telekombranche fragen sich Beobachter, wann wohl mit der Einführung der dritten Generation des Mobilfunks nun zu rechnen sei. Tatsächlich sind die optimistischen Einschätzungen des letzten Sommers längst passé: Jene Länder, welche als technologische Vorreiter hatten gelten wollen, geben heute die Verschiebung ihrer UMTS-Starttermine bekannt. Als Pionier wollte der japanische i-Mode-Entwickler NTT DoCoMo im Mai das weltweit erste komerzielle Netz in Betrieb nehmen. Letzten Dienstag hat nun DoCoMo den Start auf Oktober verschoben. Nur zwei Tage später musste auch Spaniens Regierung einsehen, dass die Lizenzbedingung einer Lancierung von UMTS-Diensten bis August 2001 reines Wunschdenken gewesen war. Die vier Lizenznehmer sollen nun zunächst auf den Betrieb von GPRS-Netzen verpflichtet werden, welche keinen umfassenden Netzaufbau benötigt. Trotzdem pocht Madrid auf die Bezahlung der ursprünglichen Lizenzgebühren. In Deutschland haben sich mittlerweile die sechs Lizenznehmer auf Eckpunkte der Zusammenarbeit beim Netzaufbau geeinigt. Ihre Vorschläge liegen nun bei der Regulationsbehörde für Telekommunikation und Post zur Beurteilung auf dem Tisch. Diese hatte sich bereits skeptisch über die rechtlichen Grundlagen von Kooperationen geäussert.