Unisys testet Gesichtserkennungsverfahren für Sportstadions

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Der IT-Dienstleister Unisys testet ab nächstem Wochenende im Berner Allmendstadion ein Gesichtserkennungsverfahren, das die Sicherheit bei Heimspielen des SC Bern erhöhen soll. Eine Videokamera im Eingangsbereich filmt, erkennt, trackt und vergleicht die Gesichter der Besucher mit Fotos von bekannten Unruhestiftern. Eine Gesichtserkennungssoftware analysiert mehrere Dutzend Gesichtspunkte, beginnend bei den Augen, der Mundpartie und der Nasenlinie. Die biometrischen Daten werden einzeln mit den Vergleichspunkten der registrierten Hooligans verglichen. Stimmen die Daten in hohem Mass überein, meldet das System dies dem Sicherheitsdienst der "Bern Arena". Die Security entscheidet danach, ob der Verdächtige ausgesondert und am Besuch des Spiels gehindert werden soll. "Die Technologie unterscheidet sich wesentlich von einem einfachen 1:1-Bildvergleich", erklärt Urs Schmied, Director Biometric Solutions bei Unisys. "Die grosse Herausforderung ist, dass sich die Zuschauer bewegen und dass innert weniger Sekunden gegen hundert Vergleichspunkte pro Kopf verglichen werden müssen." Dies geschieht unter Anwendung eines Systems von Algorithmen. Der Vergleich mit dem höchsten Wert erscheint jeweils als Resultat.
Zurzeit gebe es im Umfeld des Klubs rund zwanzig "Fans", die mit einem Stadionverbot belegt sind und die trotzdem immer wieder versuchten, das Stadion zu betreten, sagte Rolf Bachmann, Direktor Kommerz beim SCB, dessen Spiele von durchschnittlich über 15000 Zuschauern besucht werden.
Unisys, die vor allem in den USA diverse biometrische Überwachungssysteme betreibt, testet das System auch im Hinblick auf die Fussball-Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich. "Der Feldversuch in der Bern Arena soll zeigen, ob sich die Technologie in der Praxis bewährt", so Schmied.