Vier Missverständnisse über Open Source
Matthias Stürmer äussert sich zu Missverständnissen über Open-Source-Software (OSS).
1. Niemand nutzt OSS
"Das ist eine sehr eingeschränkte Sichtweise, schliesslich gibt es mehr Linux- als Windows-Server. Alle Android-Handys laufen auf Linux. Das Gleiche gilt für eine Marssonde. Niemand würde auf die Idee kommen, eine Marssonde mit Windows auszurüsten. Praktisch jeder von uns nutzt OSS jeden Tag, nur wissen wir es nicht."
2. Es gibt keinen Support für OSS
"Es gibt eine Menge von Anbietern rund um OSS. Sie bieten wie bei proprietärer Software SLAs im Zusammenhang mit OSS an."
3. OSS ist keine kommerzielle Software
"OSS, mit der man Geld verdient, ist genauso kommerziell wie Windows, Oracle und Co. Entscheidend ist die Lizenz, unter der das Produkt vertrieben wird. Sobald es sich bei der Lizenz um eine Open-Source-Lizenz handelt, gilt auch die Software als OSS – egal von welchem Hersteller sie stammt."
4. OSS eignet sich nicht für geschäftskritische Prozesse
"Sicher ist es nicht zu empfehlen, OSS in geschäftskritischen Prozessen zu nutzen, wenn man sie einfach herunterlädt und sie kostenlos nutzt. Wenn in diesem Fall ein Problem auftritt, gibt es niemanden, der helfen kann oder will. Für ein Unternehmen wäre es daher empfehlenswert, entweder intern ein gewisses Know-how aufzubauen oder mit externen Dienstleistern zu arbeiten und somit einen normalen Support und Wartungsverträge zu haben wie bei einer proprietären Software."
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