Vor allem IT-Grossprojekte scheitern
Der Anteil abgebrochener IT-Grossprojekte liegt in Schweizer Firmen mit durchschnittlich 31 Prozent sehr hoch. Nur knapp die Hälfte aller Projekte mit Kosten von über drei Millionen Franken werden problemlos abgeschlossen, bei kleineren Projekten sind dies hingegen fast 70 Prozent. Zu diesem Resultat kommt eine von Ernst & Young präsentierte Studie. Da sich die Probleme bei einer Mehrzahl der Abbrüche bereits in der Anfangsphase abzeichnen, liege ein essentielles Sparpotenzial insbesondere in einem verbesserten Projektcontrolling, so das Fazit von Ernst & Young. Die Studie kommt weiter zum Schluss, dass der Stellenwert der Informationstechnologie von den Befragten als sehr hoch eingeschätzt wird, was allerdings nicht erstaunt, da es sich bei den Befragten um Informatikabteilungen handelt. Bereits 35 Prozent der befragten Firmen sind dazu übergegangen, den Informatikleiter direkt als Mitglied in die Geschäftsleitung aufzunehmen.
Oftmals, so das Resultat der Studie, wird IT aber nicht als strategisches Instrument, sondern bloss als Kostenfaktor betrachtet. Sicherheitsaspekte werden in Schweizer Unternehmen nach wie vor zu wenig stark berücksichtigt: 26 Prozent der Schweizer Unternehmen haben keine schriftliche IT-Strategie, 39 Prozent keine schriftliche Sicherheitsstrategie. Sicherheitsmängel existierten vor allem auch bei der Bedrohung von Angriffen von innen. Die Studie wertet Daten aus, welche zwischen März und April 2002 erhoben wurden. An der Umfrage beteiligt waren 100 Informatikabteilungen von Schweizer Unternehmen unterschiedlicher Grösse und quer durch alle Branchen.
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