War die IFA ein Erfolg oder nicht?

Uhr | Aktualisiert
Peter Hogenkamp ist an der IFA Berlin unterwegs und berichtet für den Netzwocheticker:
Heute endet die IFA Berlin 2006. Vor Meldung der offiziellen Besucherzahlen sind sich die Kommentatoren uneins. Von "weniger Besuchern als früher" berichten die einen und führen an, dass der jährliche Rhythmus die IFA Aufmerksamkeit beim Publikum gekostet habe. "Ich hätte gar nicht bemerkt, dass IFA ist, wenn sich nicht ein Freund zur Messe einquartiert hätte", zitiert gar die Information Week eine Berlinerin. Diesen Eindruck konnten wir vor Ort in Berlin nicht unbedingt teilen.
Ganz anders tönt es auf Ausstellerseite: Vor allem der Andrang der Fachbesucher habe die Erwartungen übertroffen, "mit vollen Auftragsbüchern" fahre man zurück, es sei "wie in guten alten Zeiten", die Branchenschau erweise sich als "Goldgrube". Wohlverstanden, das ist nicht die Verlautbarung der Veranstalter, die sowieso nach einer Messe notorisch zufrieden sind, sondern Zitate aus Artikeln unter anderem der deutschen Handelszeitung.
Vermutlich stimmt beides. Das Publikum kam zwar weniger, was vor allem am schlechten Wetter gelegen haben dürfte. Bei strömendem Regen ist es nun mal weniger schön auf einer Messe, die im "Sommergarten" zu einem wichtigen Teil im Freien stattfindet. Und zudem hat Live-Fernsehen zuzuschauen im Zeitalter des Privatfernsehens mit seinen unzähligen Shows, die teilweise nicht mal mehr genug Zuschauer für ihre Aufzeichnungen finden, schon lange an Faszination verloren. Trotzdem ist das Interesse des Volkes am grossen Magneten "Flachbildschirm" ungebrochen, schlechteres Bild hin, zu wenig HD-Sendungen her. Selbst wenn HD die Erwartungen bisher nicht erfüllt, ist trotzdem abzusehen, dass im Laufe der nächsten Jahre Millionen von Haushalten ihre Fernseher austauschen werden – prima für alle Hersteller.
Für uns von Neuerdings hat sich die Reise zu IFA definitiv gelohnt, denn viele Hersteller machen in ihrem Standkonzept offensichtlich keinen Unterschied zwischen CeBIT und IFA, sondern zeigen einfach an beiden dasselbe. So kam nicht nur der Funk- und Fernseh-, sondern auch der Gadget-Liebhaber auf seine Kosten. Entsprechend freuen wir uns schon auf das nächste Jahr.