Weiterer Selbstmord bei France Telecom
Die Selbstmordserie bei France Telecom (FT) reisst nicht ab – 24 Mitarbeiter haben sich in den letzten eineinhalb Jahren das Leben genommen. Der Letzte war Jean-Paul Rouanet (51), er sprang auf dem Weg ins Büro von einer Autobahnbrücke 80 Meter in die Tiefe. In einem Abschiedsbrief schrieb der Vater zweier Kinder, dass er seine Zwangsversetzung in ein France-Telecom-Callcenter nicht ertragen habe. Nun verlangen die Linke Opposition sowie die Gewerkschaften den Rücktritt von FT-Chef Didier Lombard sowie die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, der die Ursachen der Selbstmordserie klären soll.
Lombard war gestern, Dienstag, vor Ort und kündigte Direktmassnahmen an. Zum einen sollen demnach die Verkaufsziele für die rund 150 Mitarbeiter bei der FT-Filiale, in der Rouanet gearbeitet hatte, vorerst ausgesetzt werden. Zum anderen kündigte er den vorläufigen Stopp des konzerninternen Mobilitätsprogramms an, wonach leitende Angestellte alle drei Jahre versetzt werden.
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