Windows XP: Media Player vs. RealPlayer

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Gespräche zwischen Microsoft und AOL über die Zusammenarbeit bei der Integration von strategisch wichtigen Online-Diensten wurden am Samstag abgebrochen, nachdem sich die beiden Konzerne nicht einigen konnten. Die Verhandlungen seien an der Frage gescheitert, welche Möglichkeiten Internetnutzer künftig bei der Auswahl ihrer bevorzugten Software zum Abspielen von digitaler Musik und Videos aus dem Internet haben sollten. Microsoft hat gemäss Quellen darauf bestanden, seine eigene Software Windows Media Player statt der Programme des AOL-Partners Real Networks in das neue Betriebssystem Windows XP zu integrieren. Die Haltung von Microsoft entspricht einer altbekannten Geschäftsstrategie, mit der man andere (Medien-)Software benachteiligen und für sich selbst eine bessere Marktposition schaffen will. Microsoft und AOL hatten wochenlang über eine Kooperation verhandelt, die den standardmässigen Einsatz des Microsoft-Browsers Internet Explorer in der AOL-Software vorsah. Im Gegenzug hätte Microsoft einen direkten Zugang zu AOL in die Oberfläche von Windows XP integriert. Ein weiterer Streitpunkt war der Plan von Microsoft, den eigenen Internet Messaging Service in Windows XP einzubinden. Die bei Endverbrauchern sehr beliebten Messaging-Programme ermöglichen es einem Surfer festzustellen, ob ein Freund ebenfalls gerade online ist, und mit ihm ohne grossen Aufwand sofort zu kommunizieren. AOL ist in diesem Gebiet bisher mit seinem Instant Messenger der Marktführer.