Wird MobilCom bewusst in den Abgrund gestürzt?

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Nachdem France Telecom am Dienstag die einseitige Kündigung des Kooperationsvertrages mit Mobilcom verkündete, überstürzen sich nun die Ereignisse rund um das Gezänk des staatlichen französischen Konzerns mit der deutschen Telco. Der Ausstieg der mit 28,5 Prozent an Mobilcom beteiligten France Telecom liess den Aktienkurs von Mobilcom am ersten Tag um über 46 Prozent und danach nochmals um 26,6 Prozent auf 5,35 Euro fallen. Nun geht die Börsenaufsicht Hinweisen auf einen Insiderhandel im Zusammenhang mit dem gewaltigen Kurssturz nach. Eine Pariser Adresse habe während des Fussbalsspiels von Deutschland gegen Kamerun in 30-Cent-Schritten Mobilcom-Aktien abgestoßen und so den Kurssturz unterstützt, berichte die Telebörse. Momentan würden Gespräche aller Beteiligten mit Banken geführt, um die drohende Insolvenz des Mobilfunkunternehmens abzuwehren, erklärte gestern ein Mobilcom-Sprecher. Ende Juli muss Mobilcom Schulden in der Höhe von 4,7 Milliarden Euro bei verschiedenen Banken zurückzahlen. Derweil halten es verschiedene Beobachter und Analysten für möglich, dass der Kurssturz von France Telecom und verbündeten Banken bewusst ausgelöst wurde, um das Unternehmen günstig ganz übernehmen zu können. Gemäss der deutschen Wirtschaftswoche planen die Franzosen eine Zusammenlegung ihrer deutschen Unternehmungen Hutchison und Mobilcom.