Yahoo: Trotz Verlust guter Dinge

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Der Portalbetreiber Yahoo hat im vierten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres erneut rote Zahlen geschrieben. Gemäss Pressmitteilung von gestern Mittwoch ist der Umsatz im vierten Quartal 2001 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode von 310,9 auf 188,9 Millionen Dollar gesunken. Der Nettoverlust betrug lediglich 8,7 Millionen Dollar oder 0,02 Dollar pro Aktie, im Gegensatz zu einem Verlust von 97,8 Millionen Dollar oder 0,17 Dollar pro Aktie im Vergleichsquartal 2000. Dieser fünfte Quartalsverlust in Folge wird von Yahoo mit der anhaltenden Schwäche des Onlinewerbemarkts begründet. Für das kommende Quartal erwartet das Unternehmen einen Pro-Forma Gewinn von fünf bis 15 Millionen Dollar. Nicht miteingerechnet sind dabei Aufwendungen für die Akquisition von HotJobs.com und anderen. Die Yahoo-Aktien reagierten positiv auf die Zahlen und zogen nachbörslich an. Yahoo kündigte weiter an, Jeff Mallett, der langjährige Präsident und Chief Operating Officer des Konzerns, werde in diesem Jahr von seinem Amt ausscheiden. Der Austritt von Pionier Mallett, der massgeblich hinter dem Aufstieg von Yahoo steht, kommt nicht überraschend. Er passe nicht mehr so recht in die neue Geschäftsleitung, meinen Beobachter heute. Mit einem Austritt Mallets hatte die Fachwelt schon früher gerechnet, nachdem im letzten Herbst nicht er sondern Terry Semel zum CEO des Portals ernannt wurde.