Zeit für Folter

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Als atmender Rentabilitätsfaktor im postmodernen Dienstleistungsfantasialand beschleicht einem in unproduktiven Momenten ganz leise der Verdacht, ungeheuerlich geknechtet zu werden: Seis durch salbadernde Mitmenschen, Stauräume mit Mobilitätsanspruch oder meteorologischen Zumutungen, die saisonale Gepflogenheiten in den Wind schiessen. Kurzum, der nervlich Angespannte fühlt sich festgeknotet auf der Streckbank des täglichen Lebens. Da hilft nur ein rascher, garantiert rezeptfreier Ausflug auf die-folter.de. Dort werden die vermeintlichen Höllenqualen ins historisch rechte Licht gerückt. Auf dass die Pein einer ranzigen Fertigpizza nie mehr mit Daumenschrauben mittelalterlicher Zeit gleichgesetzt wird.