Zwei Drittel aller Kinofilme illegal online verfügbar
Zwei Drittel aller Kinofilme können illegal aus dem Internet heruntergeladen werden, ein Drittel davon sogar bereits vor dem offiziellen Kinostart. "Zum Finden der Raubkopien im Internet wurden alle relevanten Portale und Tauschbörsen untersucht", erklärte Wolfgang Greipl, Geschäftsführer der Markenschutz-Agentur Partners 4 Management, die zusammen mit der Technischen Hochschule Aachen eine Studie über Film-Downloads durchgeführt hat. Grundsätzlich sind alle Herkunftsländer von illegalen Kopien betroffen. US-amerikanische Filme waren zu 94 Prozent verfügbar, Filme deutscher Herkunft immerhin auch zu 40 Prozent. Weniger betroffen sind Produktionen aus Grossbritannien. Unabhängig von ihrem Herkunftsland sind Filme mit mehr als 100 Startkopien faktisch immer online verfügbar und Filme mit 30 -100 Startkopien in zwei Drittel aller Fälle. Selbst sehr kleine Produktionen mit weniger als 30 Startkopien sind zur Hälfte betroffen. Die Qualität der Downloads wird generell als "gut" eingestuft. Das Bildmaterial stammt zu 41 Prozent von Pressevorführungen oder Jury-Versionen, bei der Hälfte der Filme wird als Bildmaterial eine DVD aus einem anderen Sprachraum verwendet. Beim deutschen Ton der ersten "Online-Versionen" dominiert mit zwei Drittel aller Fälle der Mikrophonmitschnitt aus dem Kinosaal.
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