Anstieg von Betrugs- und Phishingfällen in der Schweiz
Die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Kobik) hat letztes Jahr 11 Prozent mehr Verdachtsmeldungen zu Betrugs- und Phishingfällen erhalten. Die Zahlen sind seit Jahren steigend.
Die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Kobik) beim Bundesamt für Polizei (Fedpol) hat 2013, in ihrem zehnten Betriebsjahr, insgesamt 9'208 Verdachtsmeldungen aus der Schweizer Bevölkerung erhalten. Das entspricht einer Zunahme von mehr als elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzte sich der Trend der Vorjahre auch 2013 fort, wie das Fedpol in einer Pressemitteilung erklärt.
Gewiefte Täter
Mit 60,7 Prozent am häufigsten gemeldet wurden 2013 strafbare Handlungen "gegen das Vermögen" (5'589 Meldungen). Die Unterkategorie Betrug verzeichnet dabei mit 2'257 Meldungen 25 Prozent des Gesamtvolumens an eingegangenen Meldungen.
Die gemeldeten Betrugsvarianten sind vielzählig. Zugenommen haben unter anderem Meldungen zu Betrugsversuchen auf Auktions- und Kleinanzeigeplattformen, bei denen sowohl Käufer als auch Verkäufer, respektive Interessenten und Inserenten Ziele der Täterschaft waren. Diese betreibe einen immer höheren Aufwand, um ihren Betrugsversuchen Glaubwürdigkeit zu verleihen, erklärt das Fedpol. So bauten die Kriminellen beispielsweise komplette Webauftritte von erfundenen Transportfirmen inklusive angeblichen Paket-Tracking-Systemen auf, um die Geschädigten möglichst lange im Glauben zu lassen, dass sich die bestellte oder versandte Ware tatsächlich im Transport befände.
Im Weiteren sind die Täter bestens über die aktuelle Situation in der Schweiz informiert. So wird beispielsweise die Wohnungsknappheit in Ballungsgebieten ausgenutzt, um von Wohnungssuchenden auf Immobilienplattformen Vorauszahlungen für nicht existente Mietobjekte zu erschleichen.
Zunahme von Meldungen im Zusammenhang mit Phishing
Markant zugenommen habe auch die gemeldete Anzahl von Phishing-Versuchen. Mit insgesamt 2'208 Meldungen verdreifachte sich dieser Anteil gegenüber dem Vorjahr (662 Meldungen) ungefähr, erklärt das Fedpol. Bei den meisten Phishing-Varianten wurden potentielle Opfer mittels nicht zielgerichtetem Massenversand von E-Mails auf Webseiten gelockt, die bekannten Internetdienstleistungen nachempfunden sind und bei denen Benutzerdaten angegeben werden müssen. Bei rund einem Fünftel der eingegangenen Phishing-Meldungen versuchte die Täterschaft, an Zugangsdaten für Dienstleistungen von Schweizer Bankinstituten zu kommen.
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