Drei St. Galler bei Schadsoftware-Razzia verhaftet
Der Kapo St. Gallen sind im Rahmen einer Razzia rund um eine Schadsoftware drei verdächtige Personen ins Netz gegangen. Dabei handelt es sich um Käufer der Software und einen Informatiker, der einen beschuldigten Bündner mit Fachwissen unterstützte.
Im Rahmen einer internationalen Polizeiaktion wurden letzte Woche in insgesamt 16 Ländern rund 100 Anwender der Schadsoftware "Blackshades" verhaftet. Dabei gingen der Polizei auch drei Personen aus dem Kanton St. Gallen ins Netz, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt.
Bei den befragten Personen handelt es sich um zwei Käufer der Software und einen Informatiker, der einen Beschuldigten aus dem Kanton Graubünden mit seinem Fachwissen bei der kriminellen Nutzung unterstützt hatte. Die Beschuldigten seien geständig, schreibt die Kapo St. Gallen weiter. Koordiniert hatte die Aktion die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (Kobik), 11 kantonale Polizeibehörden waren zudem involviert.
"Blackshades" ermöglicht es laut einer Pressemitteilung der Kobik, aus der Ferne die Kontrolle über Computer zu übernehmen, Passwörter zu stehlen, Webcams zu kontrollieren oder DDoS-Attacken auszulösen. Diese Schadsoftware werde in acht verschiedenen Paketen angeboten die, je nach Inhalt, zum Teil bereits für wenige Dollar erhältlich sind.
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