Bund setzt auf NSA-Partner Verizon
Anders als Deutschland stört sich die Schweiz nicht an der Zusammenarbeit mit dem NSA-nahen Verizon. Und dies obschon ihre Kommunikation mit den Botschaften über dessen Leitungen fliesst.
Die deutsche Bundesregierung will nicht mehr mit dem US-Telekommunikationsunternehmen Verizon zusammenarbeiten, nachdem bekannt wurde, dass der Konzern vermutlich mit der NSA verbandelt ist. Stattdessen wolle man auf einen Anbieter setzen, der sich besser kontrollieren lasse, so eine offizielle Mitteilung der deutschen Bundesregierung.
In der Schweiz sieht man die mögliche Zusammenarbeit zwischen Verizon und der NSA nicht so eng: Wie die Schweiz am Sonntag in Erfahrung brachte, unterhält auch der Bund Geschäftbeziehungen zu Verizon. Gemäss Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) handle es sich hierbei um Zertifizierungsleistungen für die Websites. Das sei zwar "unproblematisch". Das BIT wolle dennoch die Zertifizierungsleistungen künftig unabhängig von Verizon erstellen lassen.
Wie die Schweiz am Sonntag feststellt, sei jedoch entscheidender, dass der Bund für die Kommunikation mit Botschaften und Konsulaten im Ausland auf die Dienste des amerikanischen Telekommunikationsunternehmens zurückgreife. Verizon sei in diesem Fall ein strategischer Partner der Swisscom, die für den Bund die Datendienstleistungen erbringe. Gemäss BIT gibt es dazu keine Alternative.
Die Partnerschaft zwischen Swisscom und Verizon besteht bereits seit 2008, wie Swisscom-Sprecher Carsten Roetz gegenüber der Schweiz am Sonntag sagte. Durch diese sei Verizon in die Auslandgeschäfte vieler Schweizer Unternehmen eingebunden. Die Partnerschaft zwischen den beiden Telekomunternehmen beinhalte ein Peering-Abkommen, das Swisscoms Netz an das weltweite Netz von Verizon kopple. Auch sehe die Partnerschaft eine Vertriebs- und Support-Kooperation vor. Damit verlaufe der Datenverkehr nicht nur über die Verizon-Leitungen. Verizon sei darüber hinaus auch für den Support im Ausland zuständig, wenn er nicht die Swisscom gewährleistet werden könne. Gemäss BIT kein Grund zur Sorge: "Die Endgeräte und die Verschlüsselung werden durch das BIT bereitgestellt."
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