Finnland fühlt sich von Microsoft betrogen
Der finnische Finanzminister Antti Rinne hat Microsoft aufgrund der geplanten Entlassungen von Ex-Nokia-Mitarbeitern des Betrugs bezichtigt. Die US-Firma hätte sich vor dem Kauf zu Finnland bekannt.
Der finnische Finanzminister Antti Rinne, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei des skandinavischen Landes, hat gegenüber der finnischen Zeitung Kauppalehti erklärt, dass "Microsoft Finnland betrogen" habe. Er nimmt damit Bezug auf die geplante Entlassung von 12'500 ehemaligen Nokia-Mitarbeitern, die nach der Übernahme durch Microsoft nun auf die Strasse gestellt werden sollen.
Im Gespräch mit der Zeitung äussert sich Rinne mit den Worten: "Natürlich betrifft der Handelsabschluss eigentlich nur Nokia und Microsoft. Aber als der Deal gemacht wurde, hatte Microsoft seine Verpflichtung gegenüber Finnland betont. Diesen Teil der Abmachungen halten sie nun nicht ein." Es sei zwar absehbar gewesen, dass es zu Entlassungen kommen würde, die Zahl sei aber unerwartet hoch. Ausserdem sei es bedauerlich, dass die Mitarbeiter genau vor den Sommerferien von ihrer Entlassung erfahren hätten.
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