Smart City

Panasonic baut sich eine Stadt

Uhr | Aktualisiert
von David Klier

Ende November hat Nahe Tokio eine neue Stadt ihre die Pforten geöffnet. Die Ortschaft soll 3000 Bewohnern Platz bieten und für mindestens 100 Jahre nachhaltig sein. Dahinter stecken massgeblich der Elektronikkonzern Panasonic sowie 18 weitere Unternehmen.

Pansonics Stadt: Fujisawa Sustainable Smart Town (Quelle: Panasonic)
Pansonics Stadt: Fujisawa Sustainable Smart Town (Quelle: Panasonic)

Es ist soweit. Panasonic hat seine eigene Stadt eingeweiht. Fujisawa Sustainable Smart Town heisst sie. Im Jahr 2012 begann Panasonic mit dem Bau der Stadt. Das Ziel der Planer: eine Stadt die mindestens für die nächsten 100 Jahre nachhaltig ist.

Im Zentrum der Planung steht ein intelligenter und komfortabler Lebensstil für die Bewohner der Stadt, wie Panasonic mitteilt. Die Architekten stimmten Design und technische Infrastruktur danach ab. "Fujisawa ist ein Gesamtkonzept für alle Lebensbereiche. In dieser Stadt können die Bewohner die ersten sein, die einen rundherum nachhaltigen und intelligenten Lebensstil ausprobieren", sagt Michael Langbehn, Manager PR, CSR und Sponsoring bei Panasonic Deutschland.

Stadtzentrum als Treffpunkt und Anlaufstelle

Der zentrale Platz der Stadt ist eine riesige Sonnenuhr. An diesem Platz finden die Bewohner Angebote und Services zu Umweltschutz, Energie, Mobilität, Gesundheit, Kommunikation und Sicherheit. Es gibt eine Anlaufstelle für Energieverkauf und -einkauf sowie eine Leihstation für umweltfreundlich PKWs und Elektroräder.

Im Gemeinschaftszentrum der Stadt können die Bewohner an Seminaren zu Umweltbildung oder zu verschiedenen Handwerken teilnehmen. Kulturelle Veranstaltungen seien ebenfalls geplant.

Panasonic-Geräte für die Steuerung und Informationsausgabe

In den Häusern selbst können die Bewohner allerlei Informationen über verschiedene Panasonic-Geräte abrufen. Ein zentrales Kontroll-Panel gibt Auskunft über den Energieverbrauch und bietet Steuerungsoptionen für Sicherheit und Beleuchtung.

Über einen Panasonic-Fernseher erhalten die Bewohner Zugang zu einem Community-Portal. Das beinhaltet etwa einen Veranstaltungskalender und Statistiken zum Energieverbrauch der ganzen Stadt. Über das Portal können die Bewohner aber auch Fahrzeuge buchen oder auf die Sicherheitskameras von Fujisawa zugreifen.

Bis 2018 sollen 3000 Menschen in Fujisawa leben

Das Management der Stadt übernimmt die Fujisawa SST Management Company gemeinsam mit den Unternehmen Accenture, Mitsui & Co., Mitsui Fudosan, Nihon Sekkei, Orix Corporation, Panahome Corporation, Sumitomo Trust & Banking Co und Tokyo Gas.

Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von 190'000 Quadratmetern. Sie liegt im Bezirk Kanagawa, 50 Kilometer westlich von Tokio. Bis 2018 sollen 3000 Menschen in 1000 Wohnungen in Fujisawa leben. Die Kosten bis zur geplanten Fertigstellen belaufen sich auf 420 Milliarden Dollar.

Panasonic ist die treibende Kraft hinter dem Projekt. Neben dem Elektronikhersteller unterstützen insgesamt 18 weitere Unternehmen den Bau der Stadt. Darunter finden sich Unternehmen aus den Bereichen Technik, Finanzen und Energie.

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