Uepaa ermöglicht standortbezogene Dienste ohne GPS
Das Zürcher Start-up Uepaa hat eine neue Technologie lanciert. Sie soll Smartphones miteinander vernetzen können - ganz ohne GPS.
Das in Zürich ansässige Unternehmen Uepaa hat eine Betaversion seines neuen Software Development Kits (SDK) für Entwickler veröffentlicht. Es soll eine Erkennung von Smartphones und Tablets über Peer-to-Peer (P2P) ermöglichen. Kommunikation und Interaktion seien so auch ohne GPS-Signale möglich, schreibt das Zürcher Start-up in einer Medienmitteilung.
Die Technologie, die bereits in der Uepaa-App genutzt wird, ist laut Hersteller für Entwickler verfeinert worden. Diese sollen ihre Apps nun mit "hyperlokaler Konnektivität" anreichern können, sagt Uepaa. Der SDK biete eine plattformübergreifende Telefonerkennung für iPhones und Android-Geräte. Zum ersten Mal könnten Entwickler auf einfache Weise die hyperlokale Erkennung und Kommunikation mit Leuten in der Umgebung implementieren, heisst es in der Mitteilung. Dies sei nun mit "unerreichter Genauigkeit" und "optimiertem Stromverbrauch" möglich.
"Die Liste der möglichen Anwendungen, die von dieser Technologie profitieren, ist unendlich", zitiert Uepaa seinen CEO Mathias Haussmann. Als Beispiel wird die Dating-App Tinder genannt. Sie könnte Nutzer alarmieren, wenn ein Date die Bar betritt. Mit Xing und Linkedin wäre eine Erkennung von Personen möglich. Gaming-Apps könnten Zugnachbarn in ein Spiel einbinden, und Ladenbesitzer mögliche Kunden über Angebote informieren. "Wir stehen am Anfang einer P2P-Revolution, und soziale Netzwerke bekommen bald eine neue Relevanz", wird Haussmann zitiert.
Eine kommerzielle Version des SDKs soll im Laufe des Jahres folgen. Sie werde Funktionen wie direkte P2P-Transfers und Social Behavioral Analytics ermöglichen. "Ich ermuntere Appentwickler, Apps mit unseren Proximity-Funktionen anzureichern", wird Uepaa-CTO Franck Legendre zitiert. "GPS-basierte Erkennung ist bald Schnee von gestern - jetzt kommt hyperlokale P2P-Erkennung."
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