Startupfair 2015

Von der Digitalisierung des Fussballs und anderen Innovationen

Uhr | Aktualisiert

An der Messe für Start-ups haben sich vergangenen Donnerstag Jungunternehmer aus der ganzen Schweiz getroffen. Neben Networking und Werbung für das eigene Tun, war das Start-up-Battle ein Highlight des Tages.

Die Schweizer Start-up-Szene hat sich letzte Woche am Donnerstag im Zürcher Kaufleuten anlässlich der Startupfair getroffen. An der grössten Schweizer Messe für Start-ups, bekamen junge Unternehmen und solche die es sich zur Aufgabe gemacht, haben diese zu unterstützen, die Möglichkeit, sich von ihrer besten Seite zu präsentieren.

Die Veranstaltung an sich stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Digitalisierung. Unter dem Motto Digital Lifestyle versammelten sich viele junge Unternehmer, die in diesem Bereich tätig sind. Dem Veranstalter der Startupfair und CEO des Startzentrums Gert Christen, ging es vor allem auch darum, die Digitalisierung für alle erlebbar zu machen, wie er in einem Gespräch im Vorfeld der Veranstaltung erklärte.

Die Welt aus Sicht eines Vogels erleben

Christen war zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung: "Die Startupfair 2015 hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Der riesige Besucherandrang, ausgebuchte Workshops und Expertentreffen, und bestens vorbereitete Jungunternehmen am Startup-Battle zeigten, wie innovativ die Schweizer Startup Szene ist. Besonders hat mich gefreut, wieviele Besucher durch die 10 Digital Lifestyle Showcases erlebten, wie Schweizer Startups die digitale Revolution schon heute umsetzen! Alles in allem ein voller Erfolg."

Einige der Start-ups, die mit einem Stand an der Messe vertreten waren, setzen sich mit der virtuellen Realität im weiteren Sinne auseinander. Ateo beispielsweise programmiert Anwendungen mit denen man die virtuelle Realität mit möglichst alltäglichen Geräten erleben kann. Auch Spiele für VR-Brillen entwickeln sie bereits. Die VR-Maschine Birdly gehörte zu den Highlights unter den technischen Geräten, die Besucher an der Messe testen konnten. Die Maschine lässt den Anwender in die Haut respektive die Federn eines Vogels schlüpfen.

Drei Finalisten, ein Gewinner

Das Jungunternehmen Aquilaviz entwickelte eine Technik, mit der man mit einer gewöhnlichen Handykamera 3D-Scans machen kann. Die so gescannten Objekte können dann mit dem 3D-Drucker in beliebiger Grösse kopiert werden. Die Verwendung für die Entwicklung von Games oder um reale Personen in eine virtuelle Umgebung einzufügen, ist ebenfalls denkbar, wie ein Verterter der Firma vor Ort ausführte. Die Firma Primo machte es sich zur Aufgabe, schon Kindern einen spielerischen Umgang mit digitaler Technik zu ermöglichen.

Am Start-up-Battle wurde das "Best Swiss Startup 2015" auserkoren. Die drei Start ups, die es ins Finale des Start-up-Battles schafften, treiben alle auf ihre Weise die Digitalisierung des Alltags voran. Crowd tut dies für die Freizeitplanung, Tracktics für das Fussballtraining und Goodwall für die Highschool-Wahl.

Ein Jahr lang keine Büromiete zahlen

Den Start-up-Battle gewann Tracktics. Das Unternehmen stellt die Performance von Fussballspielern in analysierbaren Daten dar. Das überzeugte die Jury des Start-up-Battles. Neben Ruhm und Ehre, gewann das Team von Tracktics ein Jahr lang gratis Bürofläche im Startzentrum.

Das Geschäftsmodell von Tracktics basiert darauf, dass sie Fussballclubs Pakete verkaufen, die einen Trainer bei der Spielerbeurteilung unterstützen soll. Mithilfe von Wearables werden detaillierte Daten über die Performance der Spieler gesammelt. Mit Apps werden die Daten in Grafiken und Zahlen sichtbar gemacht. Carmen Walker Späh, Regierungsrätin & Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Zürich überreichte den Gewinnern ihren Preis. 

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