IT-Löhne steigen überdurchschnittlich
In der UBS-Lohnumfrage schneidet die IT besonders gut ab. Allgemein fallen die Lohnerhöhungen aber moderat aus. Einen positiven Einfluss hat die Deflation.
Die UBS hat ihre Lohnumfrage für das Jahr 2016 vorgelegt. Darin untersucht die Bank die Lohnentwicklung in der Schweiz. Die Befragung von 357 Unternehmen zeigte, dass die Stimmung in der Wirtschaft getrübt ist. 64 Prozent der Unternehmen erwarten eine Stagnation und 11 Prozent sogar eine Rezession. Ebenso geht eine Mehrheit (65 Prozent) von steigenden Arbeitslosenzahlen aus. Als Grund wird vor allem die Frankenstärke genannt.
Die schwierige konjunkturelle Lage wirkt sich stark auf die Löhne aus. Viele Angestellte müssen daher von stagnierenden Löhnen ausgehen. Im Schnitt erwarten die Befragten Lohnerhöhungen von 0,5 Prozent. Durch die negative Teuerung wird der geringe Wert jedoch etwas abgefedert. Die Analysten gehen aufgrund der Deflation von einem Lohnzuwachs in Höhe von 0,4 Prozent aus. Der Gehaltsanstieg liege real bei knapp 1 Prozent.
Etwas mehr Grund zur Freude haben Angestellte in der IT-Industrie. Sie führen zusammen mit der Chemie und Pharma sowie dem Dienstleistungsbereich die Erhebung an. Der Lohnanstieg soll bei 1 Prozent liegen, plus 0,4 Prozent Inflations- beziehungsweise Deflationseinfluss. Auch in diesem Jahr werden die Angestellten in der IT-Industrie die höchsten Lohnzuwächse verbuchen. Das Plus soll einschliesslich der Deflation bei 2,7 Prozent liegen.
Ganz am Ende der Erhebung finden sich die Bereiche Textil, Medien, Material und Baustoffe sowie Tourismus (inklusive Kultur, Sport und Bildung). Hier soll es keine Lohnerhöhungen geben. Alle anderen Industrien sind zumindest knapp im Plus.
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