Daten-Vertrauensindex von Comparis

Vertrauen bei Datensicherheit erreicht Tiefststand

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von Christoph Grau

Comparis und GfK haben den dritten Daten-Vertrauensindex vorgelegt. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Vertrauen erneut. Bei sozialen Medien und Dating-Portalen gibt es die grössten Bedenken.

Bereits zum dritten Mal hat Comparis in Zusammenarbeit mit der GfK den Daten-Vertrauensindex für die Schweiz veröffentlicht. Die Studie untersucht die Einstellung der Schweizer zum Thema Datensicherheit und Datenschutz, wie es in einer Mitteilung heisst. Im Oktober dieses Jahres befragten die Forscher 1200 Internetnutzer im Alter zwischen 15 und 74 Jahren. 

Vertrauen sinkt

Im Vergleich zur Erhebung aus dem Vorjahr ging der Vertrauensindex um 0,1 Punkte auf 5,4 Punkte zurück. Dies ist der tiefste Stand, seitdem der Index erhoben wird. Auf einer 10er-Skala steht die 1 für "überhaupt kein Vertrauen" und die 10 für "sehr starkes Vertrauen". Auch die Angst vor Datenmissbrauch durch Geheimdienste stieg. Auf der Skala von 1 "sehr stark bedroht" bis 10 "überhaupt nicht bedroht" sank der Mittelwert von 5,1 (2014) auf 4,6 Punkte.

Das grösste Vertrauen bringen Schweizer Internetnutzer Banken (7,5 Punkte) und Behörden (7,3 Punkte) entgegen. Der Wert blieb im Vergleich zum Vorjahr in etwa konstant. Am Ende der Skala rangieren soziale Netzwerke (3,3 Punkte) und Dating-Portale (2,8 Punkte). Dating-Portale wurden erstmals in die Erhebung mit aufgenommen. Den geringen Vertrauenswert begründen die Forscher mit den jüngst bekannt gewordenen Datenlecks bei diversen Portalen.

Die Studienautoren fragten auch nach den Schutzmassnahmen der Schweizer vor Datenmissbrauch. Drei von vier Personen gaben an, Onlinebanking nicht auf fremden Rechnern zu machen. Auch regelmässige Software-Updates (65 Prozent) und komplexe Passwörter (57 Prozent) standen ganz oben auf der Liste der präventiven Massnahmen. Fast alle Befragten nutzten entweder kostenlose (45 Prozent) oder kostenpflichtige Virenschutzprogramme (41 Prozent). E-Mail-Verschlüsselung verwenden hingegen nur 10 Prozent. Erfreulicherweise gab nur 1 Prozent der Befragten an, keine Schutzmassnahmen zu ergreifen.

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