Anzahl gemeldeter Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen steigt
Das Bundesamt für Cybersicherheit meldet über 260 Angriffe gegen kritische Infrastrukturen seit April 2025. Vor allem der öffentliche Sektor, IT und Telekommunikation sowie der Finanz- und Versicherungssektor sind beliebte Angriffsziele.
Anfang Februar 2026 hat das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) seit der Einführung der Meldepflicht April 2025 über 260 Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen gezählt. "Besonders betroffen sind der öffentliche Sektor, IT und Telekommunikation sowie der Finanz- und Versicherungsbereich", teilte BACS-Sprecherin Gisela Kipfer auf Anfrage des "Blick" gegenüber der Zeitung mit.
Dem BACS seien keine Vorfälle bekannt, die nicht gemeldet wurden. Am häufigsten seien Attacken, die mit einer riesigen Datenmenge Websites und Server ausser Betrieb setzen, Angriffe mit Schadsoftware sowie Feldzüge auf persönliche Daten. Das BACS analysiert die gemeldeten Fälle und nutzt diese zur Einschätzung der Bedrohungslage und zur Prävention.
Die Betreiber von kritischen Infrastrukturen seien dank Schutzmassnahmen zumindest vor elementaren Cyberangriffen gefeit - Private und KMUs geraten hingegen mehr und mehr ins Fadenkreuz. Das belegen auch Zahlen des BACS: Das Bundesamt verzeichnete für das vergangene Jahr 65'000 Meldungen, etwas mehr als im Jahr zuvor. 90 Prozent dieser Meldungen stammten von Privatpersonen und nur 10 Prozent von Unternehmen, Behörden sowie Vereinen.
Laut Check Point sind Cyberattacken auf Schweizer Unternehmen um 6 Prozent im Vorjahresvergleich angestiegen. Lesen Sie hier mehr dazu.
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