Rund 1000 Gäste

Volles Haus an der Smart Energy Party

Uhr | Aktualisiert
von danieleg

In der Umwelt Arena in Spreitenbach hat gestern die dritte Smart Energy Party stattgefunden. Wie in den vorherigen Jahren war der Event komplett ausgebucht. Rund 1000 Gäste folgten der Einladung zum Networking-Anlass.

In der Umwelt Arena in Spreitenbach hat gestern die dritte Smart Energy Party stattgefunden. Rund 1000 Gäste aus der Energiebranche waren der Einladung zum Netzwerkanlass gefolgt, die Veranstaltung war somit ausgebucht.

Kurt Lüscher, CEO von Energie 360 Grad, begrüsste die zahlreichen Teilnehmer. Er bedankte sich bei den Partnern, den Beiräten sowie den National- und Ständeräten, die am Event teilnahmen.

Unternehmen leisten wichtigen Beitrag

Auf Lüscher folgte die Ständerätin Pascale Bruderer. Sie zeigte sich in Ihrer Ansprache begeistert vom Anlass. "An diesem Event nehmen Unternehmen teil, die es ermöglichen, wichtige und praktische Technologien zu den Menschen zu bringen. Somit realisieren sie einen wichtigen Beitrag zum Wandel in der Energiebranche", lobte Bruderer. Auch die Politiker hätten die Aufgabe, diesen Wandel zu verwirklichen, erklärte sie weiter. Überdies freute sie sich als aargauische Ständerätin, dass die Smart Energy Party in ihrem Kanton stattfand.

Bruderer reichte das Mikrofon weiter an Professor Friedmann Mattern von der ETH Zürich. Er sprach in seiner humorvollen Rede über die Zukunftsvisionen der Menschen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Er zitierte aus dem Buch "Die Welt in 100 Jahren: Mit einem einführenden Essay zur Zukunft von gestern" von Georg Ruppelt aus dem Jahr 1910. Der Autor prophezeite Taschentelefone, Homeshopping und Solarzellen. Damals habe noch niemand über die Gefahren der neuen Technologien gesprochen, wie etwa die Internetsicherheit. Friedmann schloss sein Referat mit einem Zitat des Philosophen Georg Lukács: "Die Zukunft kommt von allein, der Fortschritt nicht."

Wo steht die Branche?

Das Motto des Events fasste Gastgeber Lüscher in drei Worte: Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung. Wie weit sind die Teilnehmer des Events bei der Digitalisierung der Energiebranche? Die Redaktion sprach mit einigen Gästen. Swisscom etwa unterstützt mit seiner Tochter Swisscom Engergy Solution Unternehmen bei der Digitalsierung im Energiebereich. Im Wesentlichen gehe es darum, das Know-how aus der Energiebranche und des Telkos zusammenzubringen, erklärte Sandra Trittin von Swisscom Energy Solution im Gespräch.

Für den digitalen Wandel der Energiebranche werden die sogenannten Prosumer wichtiger. Dies seien Nutzer, die Energie verbrauchen und gleichzeitig produzieren. Durch die Zunahme dieser Prosumer werde sich die Autonomie der Verbraucher von den klassischen Energieversorgern vergrössern.

Auch der traditionelle Energietechnikanbieter Siemens setzt sich mit der Digitalisierung auseinander, allerdings stärker im Bereich der Produktion von Konsumgütern. Das Unternehmen entwickelt Lösungen für das Testing, die Produktion und die Fertigung, wie Bruno Herzog von Siemens erklärte. Als Beispiele dafür, wo Lösungen von Siemens zum Einsatz kommen, nannte er die Entwicklung von Skis, die Materialanlieferung in der Automobilindustrie und die Ortung von Elektrofahrzeugen.

Künftig würde das Sammeln der Kundendaten wichtiger. Konsumenten erzeugten einen digitalen Fussabdruck. Dieser werde bedeutender für die Kontrolle des gesamten Herstellungsprozesses.

Party in der Energy Lounge

Zum Abschluss des Abends trafen sich die Gäste in der Energy Lounge, wo sie noch lange über die Referate und Trends in der Energiebranche diskutierten und feierten.

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